Kinder bis 11 Jahre erreichen normalerweise die Pedale nicht.

Die hochgebockte „Easy Rail“ auf einer Freizeit-Ausstellung im Burghof in Forbach (Frankreich) 2009.

Unterwegs mit der „Florentine“


Ältere Pressemitteilungen (leicht an die Situation Mai 2012 angepasst):

*

Pressemitteilung am 9.12.2011

2012 (vorläufig) kein Angebot zu Draisinenfahrten im Warndt

Auf einer gemeinsamen Vorstandssitzung der Vereine VFWT und IGWRB am 8. Dezember 2011 wurde (vorläufig) entschieden, dass es 2012 kein Angebot zu Draisinenfahrten im Warndt geben wird.

Die DB Netz AG als Besitzer der Trassen der Warndtkohlenbahn und Rosseltalbahn hatte sich bemüht, ein annehmbares Angebot zur Pacht der Trassen durch den VFWT zu machen. Ein Problem liegt darin, dass die über 20 Brückenwerke der Trassen zwar von der DB Netz AG überprüft werden, bei einer Nichtbefahrbarkeit einer Brücke aber diese gesperrt werden müsste. Um finanziell über die Runden zu kommen, müsste 2012 zudem erreicht werden, dass das Fahrgastaufkommen mindestens verdoppelt wird. Da gegenüber den vergangenen Jahren nicht nur an Wochenenden, sondern auch werktags gefahren werden kann, ist eine derartige Steigerung des Fahrgastaufkommens durchaus vorstellbar. Das finanzielle Risiko ist aber den Vorstandsmitgliedern der Vereine (bislang) zu hoch.

(...) Eine positive Reaktion kam (...) durch den Präsidenten des Regionalverbands Saarbrücken, der das Engagement der Draisinenfahrten unterstützt und die DB Netz AG in einem Schreiben gebeten hatte, ihr Möglichstes zu tun.

Angesichts der besonderen Struktur der Trassen müsste auch in Zukunft ein Draisinenführer die Fahrzeuge begleiten. Dadurch entsteht – abgesehen von der Problematik des Findens geeigneter Personen (als Draisinenführer) – eine Verdoppelung der (bestehenden) Kosten, wobei die Vereinsmitglieder auch ein erhöhtes persönliches Engagement einbringen müssen. Wie die meisten Vereine leiden IGWRB und VFWT unter der Altersstruktur der Mitglieder, so dass man beim besten Willen die notwendigen Arbeiten ehernamtlich nicht mehr hinreichend bewältigt. Die Vereine sind insbesondere auf die verstärkte Finanzierung der Arbeit der Draisinenführer und zunehmend auch die Finanzierung der Freischneidearbeiten angewiesen. Die Aufwuchsarbeiten wurden in der Saison 2011 noch weitgehend ehrenamtlich durchgeführt. Auch 2011 konnten – wie in der Vergangenheit seit 2007 – alle Kosten ausgeglichen werden, so dass nach Saisonende zumindest eine ‚schwarze Null’ steht. Zumindest ein Mittragen des finanziellen Risikos (...) erhofft man sich – sozusagen als letzte Möglichkeit, die allerdings als verbindliche Zusage (...) erfolgen müsste – von der lokalen und regionalen Politik.

*

Nach der Saison 2011 geht es vielleicht 2012 doch weiter ...

Die DB Netz AG (Besitzer der Trassen) hat nach der Kündigung des Pachtvertrags von Wincanton Rail zum Jahresende 2011 dem VFWT die Möglichkeit geboten, unter bestimmten Bedingungen die Trassen 2012 zu Draisinenfahrten zu nutzen. Ein entsprechender Vertrag ist iinzwischen unterzeichnet. Am 21.11.2011 fand eine "Begehung" der Trasse statt, um anstehende Probleme zu erörtern.

Ein kritischer Punkt sind die Kosten zur Prüfung und ggf. zur Reparatur der über 20 Brücken über die Rossel, über Wald- und Wanderwege sowie über Verkehrsstraßen. Mangels eigener finanzieller Möglichkeiten können diese von den Veranstaltern der Draisinenfahrten nicht übernommen werden. Bei der Ortbegehung am 21.11.2011 wird folgende Lösung gefunden: Die Verantwortung der Sicherheit der Brückenbauwerke bleibt bei der DB Netz AG. Sollte eine Brücke nicht mehr passierbar sein, wird sie nicht mehr von Draisinen befahren (es besteht die Hoffnung, dass dieser Fall 2012 nicht eintritt). ...

Dank einer ergänzend zugesagten finanziellen Unterstützung des Regionalverbands Saarbrücken (RVS) wird es also wahrscheinlich zumindest im Jahr 2012 noch mit dem Angebot an Draisinenfahrten des „Warndt Express“ weitergehen. Dazu ist eine Genehmigung seitens des zuständigen Gewerbeaufsichtsamts erforderlich.

Für Draisinenfahrten ab 2013 muss eine nachhaltige Lösung gefunden werden (z. B. langfristige Verfügbarkeit der Trassen), wobei das Angebot der Draisinenfahrten im Warndt aufgrund einiger besonderer Merkmale der Trassen (längere Bergetappe, Wenden an den Endpunkten, Begleitung der Fahrten durch einen Draisinenführer …) auf den Einsatz von Pedelec-Draisinen umgestellt werden soll. Die DB Netz AG geht davon aus, dass die Trassen dazu vom RVS oder einem Dritten erworben werden.

Ein besonderes Problem stellen die Bäume entlang der Trassen dar. Die DB Netz AG wird dem Verein einen Plan zur Verfügung stellen, aus dem hervorgeht, inwieweit der Pächter der Trassen für die Verkehrssicherungssicht verantwortlich ist. Wie sich die Teilnehmer der Besichtigungsfahrt überzeugen konnten, haben die Vereinsmitglieder an der Strecke soweit freigeschnitten, dass die Fahrgäste problemlos fahren konnten.

(...) Einen „Mischverkehr“ (Draisinenfahrten im Wechsel mit Güterverkehr) wird es nicht mehr geben.

*

Seit 2007 führt der Verein zur Förderung des Warndt-Tourismus (VFWT) e. V. in Zusammenarbeit mit der Interessengemeinschaft Warndt- und Rosseltalbahn (IGWRB) e. V. Draisinenfahrten durch. Es handelt sich um ein komplexes Verfahren.

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Wincanton Rail (St. Ingbert) hatte einen Pachtvertrag für diese bereits für öffentlichen Güterverkehr stillgelegten Trassen (Besitzer: DB Netz AG), um diese als ‚Anschlussgleis’ für Güterverkehr zu nutzen. Diese Pacht wurde zum Jahresende 2011 mangels eines Folgeauftrags gekündigt.

Der VWFT hatte mit Wincanton Rail (zuvor mit der DSK / RAG als vorangehendem Pächter der Trassen) eine Vereinbarung, an den Wochenenden und an saarländischen Feiertagen der Saison (April bis Mitte Oktober) die eingleisige Strecke für Freizeittätigkeiten (Draisinenfahrten) zu nutzen. Zudem (zunehmend in der Saison 2011) erlaubte der Pächter Wincanton Rail dem VFWT, auch im Einzelfall an Werktagen zu fahren, soweit kein Güterverkehr stattfand. Durch dieses Entgegenkommen konnte trotz verschiedener wetterbedingter Ausfälle der Umsatz des Vorjahres in dieser Saison deutlich übertroffen werden. Es wird davon ausgegangen, dass in dieser Saison weit über 1500 Fahrgäste – zunehmend aus ganz Deutschland – das Angebot wahrnehmen (die Statistik muss noch erstellt werden).

Einige Details zum Verfahren: Zu Beginn des Wochenendes meldete sich ein Verantwortlicher des VFWT, z. B. der jede Fahrt begleitende und speziell geschulte Draisinenführer, beim Eisenbahnverkehrsunternehmen Wincanton Rail (Leitstelle) an, um anschließend die Draisinen aus dem Draisinenschuppen zu holen und auf die Strecke zu gehen, am Ende des Wochenendes meldete man sich entsprechend ab, nachdem die Draisinen im Schuppen waren. Zudem wurde am Beginn der Draisinenstrecke im Wehrden (Haller) ein sog. Sh2-Schild (Kein Zugverkehr möglich) aufgestellt bzw. niedergelegt. Wincanton Rail prüfte zu Beginn der Saison die Fahrzeuge auf Fahrtüchtigkeit (‚TÜV’), während der Saison wurde von den Vereinsmitgliedern die Trasse von Aufwuchs befreit, so dass die Draisinen und die Fahrgäste die Trassen befahren konnten. Vgl. das Angebot im Internet (www.warndt-express.eu).

Perspektiven
Vorsorglich hatten VFWT und IGWRB bzgl. der Fortsetzung des Angebots an Draisinenfahrten zwei Vorstandbeschlüsse gefasst:

(1)    Es wird erneut 2012 ein Angebot an Draisinenfahrten gemacht, wenn die Trassen im Warndt zu ähnlichen (finanziellen) Bedingungen wie in der Vergangenheit genutzt werden können.

(2)    Ab 2013 wird nur noch dann ein Angebot an Draisinenfahrten realisiert werden, wenn Pedelec-Draisinen (Draisinen mit das Pedalieren unterstützenden Elektromotoren) eingesetzt werden können (auch ein Problem der Verfügbarkeit der finanziellen Mittel) und dem VFWT die Trassen zumindest an den Wochenenden der Saison längerfristig (mindestens 6 Jahre) zur Verfügung stehen.

Es geht den Vereinen zunächst darum, ein Angebot für die Saison 2012 zu gestalten, unabhängig davon, ob und wie es 2013 weiter gehen kann. Angesichts der Trassengestaltung (‚Profil’) und der Erfahrung der letzten Jahre gibt es auch längerfristig keine Alternative zum Einsatz von Pedelec-Draisinen: Ein Draisinenführer beleitet auch in Zukunft die Kolonne der (max. 4) Draisinen.

Ein Hersteller von Pedelec-Draisinen hat dem Verein inzwischen angeboten, eine oder mehrere Pedelec-Draisinen zu mieten. Dies bedeutet z. B., dass ggf. eine solche Draisine 2012 im Einsatz erprobt werden kann.

*

Kurzfristige Entscheidungen für 2012 erforderlich


Es besteht aktuell bereits das Problem, dass die Nutzung von Informationen über Draisinenfahrten mit dem ‚Warndt-Express’ in tourismusorientierten Broschüren im Saarland, die derzeit im Entstehen sind, nicht möglich sind. Dies – wie auch das Aussetzen des Angebots an Draisinenfahrten für ein Jahr – beschädigt das aufgebaute und wachsende Image.

*

Thesen zum ÖPNV und Tourismus im Warndt


1.    ÖPNV und Tourismus im Warndt bedingen einander

Es ist davon auszugehen, dass der Warndt durch einen verbesserten ÖPNV auch im Bereich Tourismus profitiert und umgekehrt.

2.    Ein wichtiges (zudem grenzüberschreitendes) Element des ÖPNV ist der SPNV durchs Rosseltal.

Dies führt – neben anderen Maßnahmen – zur deutlichen Verminderung der ansonsten aus demografisch Gründen zu erwartenden Landflucht und zur Entlastung des hohen Straßenverkehrsaufkommens (z. B. in der Ortsdurchfahrt Geislautern, aber auch der L 163).

3.    Die touristischen Ziele im Warndt sind nicht nur zu erhalten, sondern durch Verknüpfung und Vernetzung zu stabilisieren.

Dazu gehören u. a.:

(a)    die enge Verzahnung des Weltkulturerbes Völklingen mit dem Musée La Mine und dem Bindeglied des Ensemble ‚Velsen’. Ziel ist auch Vernetzung der Museen im Warndt

Die bestehenden Ansetze sind zu verstärken, etwa durch die Erweiterung des UNESCO-Welterbes ‚Völklinger Eisenhütte’ unter Einbeziehung des ‚Ensemble Velsen’ und des ‚Musée La Mine’. Die Museen des Warndt – dazu sind das Glas- und Heimatmuseum in Ludweiler und das Militärmuseum in Freyming-Merlebach mit zu rechnen – sollten einen Verbund bilden.

(b)    die Etablierung eines Gesamtkonzepts zum Ensemble Velsen

Hier sollte die intensive gestalterische Mitwirkung der lokalen Vereine (z. B. HVW, IGWRB, Vereinigung der Berg- und Hüttenleute) bedacht werden.

4.    Die Nutzung der Trasse der Warndt- und Rosseltalbahn als Draisinenstrecke sollte erhalten bleiben und weiter gefördert werden.   

Mit der Ausrichtung der Nutzung der Trassen in Koexistenz mit dem Güterverkehr (Draisinenfahrten am Wochenenden, Gütertransporte an Werktagen) wurde eine wachsende touristische Nutzung geschaffen. Das vorgesehene Konzept von Pedelec-Draisinen bietet sachgerecht eine langfristige Nutzungsmöglichkeit.

*

Der vorgesehene 'runde Tisch'  wurde kurzfristig abgesagt: vgl.  das  vorgesehene Konzept unter 'Vorbei (ehemals aktuell)'

*


Was tun bei Regenwetter?

Wenn es bei Start und Ziel oder auf der Strecke regnet, entscheidet der Kunde, ob die Fahrt durchgeführt wird. In diesem Falle wird die Fahrt storniert und der ggf. bezahlte Preis ohne Abzug zurück überwiesen.
Wenn der Kunde (bzw. die Gruppe) einverstanden ist, kann der VFWT  neuerdings eine Ersatzlösung anbieten: Besuch der Halle der Dampffördermaschine (aus dem Jahr 1916) in Velsen. Dafür wurde mit der betreuenden "Vereinigung der Berg- und Hüttenleute Dorf im Warndt" eine Regelung getroffen.

Die Ersatzlösung erlaubt dem Kunden, vor Ort - an Start und Ziel - zu entscheiden, ob bei Regenwetter (z. B. bei leichtem Regen)

(a) dennoch die Fahrt durchgeführt wird oder
(b) auf die Fahrt generell verzichtet wird oder
(c) die Ersatzlösung in Anspruch genommen wird.

Wenn man kurz zuvor das 'Gefühl' hat, dass es regnen wird, kann man auch beim Vereinsadministrator anrufen (0172-6744837, Zimmermann) und den Ersatztermin vereinbaren. Erwartet wird eine kleine Spende an die "Vereinigung der Berg- und Hüttenleute Dorf im Warndt".

Auszug aus der Publikation von Delf Slotta aus dem Jahr 2001: "Dampffördermaschine Velsen 85 Jahre alt". In: Steinkohle 8/2001; Region Saar. Serie Wahrzeichen des Saarbergbaus (Teil 3).
In Spitzklammern: Aktualisierungen (Zimmermann)

"Es ist ein tiefes, fast innigliches Verhältnis, das Fördermaschinisten zu ihren alten Maschinen pflegen. Vielen scheint der dampfbetriebene Koloss ein lebendes Wesen zu sein, das irgendwo zwischen Kolben, Ventilen und Gestängen eine eigene Seele besitzt. Inmitten der Warndter Waldlandschaft an der Grenze zu Frankreich finden wir auf der Grube Velsen einen solchen Zeugen längst vergangener Zeiten. 1899 war hier ein erster Tiefbauschacht, der „Rosselschacht“, angeschlagen worden.

Später wurde die Grube dann zu Ehren von Oberberghauptmann Gustav von Velsen umbenannt. Heute ist sie Nebenanlage des Bergwerks Warndt/Luisenthal der DSK. <Das Bergwerk wurde 2005 geschlossen>

Doch nähern wir uns Schritt für Schritt der alten Fördermaschine, die dort nun schon 85 Jahre lang <gemeint ist das Publikationsjahr 2001> treu und zuverlässig wie ein Uhrwerk ihren Dienst tut.

Das Gebäudeensemble von Velsen, das sich zu beiden Seiten der Werksstraße erhalten hat, ist das wohl vollständigste aus der Ära des Preußischen Bergfiskus, das der Saarbergbau heute noch vorweisen kann. Und innerhalb des Baubestands ragen die Fördereinrichtungen am Schacht Gustav II besonders heraus. Zunächst fällt ein filigranes Stahlfachwerk-Fördergerüst auf, das 1915 von den Zweibrücker Dingler-Werken entwickelt und aufgestellt wurde. Es steht hinter einem mächtigen Fördermaschinenhauskomplex, der aus zwei aneinandergesetzten identischen Bauteilen besteht, denn der Schacht war auf Doppelförderung ausgelegt. Heute <2001> ist nur noch die westliche Förderung in Betrieb <auch dieser Betrieb ist eingestellt>.

Nun geht es eine elegante, anspruchsvoll gestaltete Freitreppe hinauf. Sie trägt zarte Jugendstil-Elemente. Kaum haben wir die schmucke hölzerne Flügeltür passiert, tauchen wir urplötzlich in eine eigene, fremde Welt ein. Vor uns steht unvermutet eine technische Rarität von gewaltigen Dimensionen, die fast das gesamte Maschinenhaus ausfüllt. Die Maschine, ebenfalls aus dem Hause Dingler, war seinerzeit ein Marken-Artikel der deutschen Industrie. Die Mehrheit der Saargruben betrieb ihre Seilfahrt mit den Zweibrücker Dampfgiganten.

Unsere Maschine stammt aus den Jahren 1916/17, vor 15 Jahren <bezogen auf 2001> ist sie generalüberholt worden. „aber sie ist die älteste im Saarrevier“, betont der Maschinist vor Ort und wendet sich voller Stolz dem stählernen Wunderwerk zu, das seine Kraft aus Feuer, Wasser und Luft gewinnt.

Vielleicht ist dies auch das Geheimnis der Faszination, die von dieser eisernen Maschine ausgeht: ihre anschauliche, lebendige Art der Kraftentfaltung. Sie wurde in einer Zeit geboren, da Antriebskraft noch auf mechanischem Wege über Seile verteilt wurde und nicht – wie heute – unsichtbar an elektrischen Drähten entlang fließt. Diese Maschinen waren die Motoren der industriellen Revolution. Heute muten sie in der Welt der Mikroelektronik wie Dinosaurier an. Auf den Saargruben sind noch drei solcher Fördermaschinen in Betrieb <inzwischen ist die Anlage in Velsen stillgelegt>.

Die Velsener Maschine war als zweizylindrige Zwillingsmaschine konstruiert worden. Beide Zylinder stehen weit auseinander, denn sie bewegten ursprünglich eine Trommel, die das mehrere hundert Meter lange Förderseil aufspulen musste. 1936, so berichtet der Maschinist, ist anstelle der Trommel eine „Koepe-Treibscheibe“ eingebaut worden. Damit wird das Stahlseil nicht mehr auf- oder abgespult, sondern über das Unterseil unter dem Förderkorb in einem Kreislauf belassen. Durch dieses, nach seinem Erfinder benannte System, wurde es möglich, zwei Förderkörbe „gegeneinander“ fahren zu lassen. Hängt Korb I in der Tiefe zum Beladen, ist Korb II zur gleichen Zeit an der Hängebank zum Entladen. Die Velsener Maschine läuft seit kurzem nicht mehr unter Dampf, sondern wird per Druckluft betrieben. Als sie zu „Kaisers Zeiten“ auf gemauerten Fundamenten – eine Besonderheit im Saarbergbau – montiert wurde, beeindruckte sie durch ihre technischen Daten. Die Nennleistung beträgt 2400 PS. Die Zylinder messen 1100 Millimeter. Die Fahrgeschwindigkeit bei der Seilfahrt betrug 8 Meter pro Sekunde, bei der Förderung 18 Meter pro Sekunde.

Wieder setzt sich der schwarze Riese in Bewegung <2001 war das noch möglich>. Mit viel Gefühl hantiert der Maschinist an Gaspedal und Bremse. Der Teufenzeiger, der den Standort der beiden Körbe zeigt, wandert auf und ab – ein faszinierender Anblick.

Auf Velsen durchlebt der Besucher eine Zeitreise. Denn das, was die britischen Dampfkraftpioniere Thomas Newcomen, John Cawley und James Watt im 18. und 19. Jahrhundert mit ihren Erfindungen begannen, wird im Jahre 2001 vor unseren Augen wieder Wirklichkeit."



Werden Sie Draisinenkönig 2011

Liebe Draisinenfreunde,

in diesem Jahr wird zum ersten Mal der Draisinenkönig gekürt. Um den Titel zu erlangen, fahren Sie bis zum 30. September 2011 mindestens auf drei verschiedenen Strecken der Mitglieder des Deutschen Draisinenverbandes.

Lassen Sie sich Ihre Fahrten auf den Stempelfeldern quittieren. Sie können am Wettbewerb teilnehmen, sobald mindestens drei Felder ausgefüllt sind. Je mehr Stempel Sie gesammelt haben, desto größer sind Ihre Chancen auf den Titel.

Der Draisinenkönig gewinnt einen Wochenendurlaub für vier Personen in der Nähe einer attraktiven Draisinenstrecke im benachbarten Ausland. Die zur Wahl stehenden Ziele liegen in Dänemark bei Odense, in der Schweiz bei Bern und in Frankreich bei Metz. Zum Gewinn gehören zwei Übernachtungen, ein Tankgutschein und die Fahrt auf der Draisinenstrecke vor Ort.

Unter allen Teilnehmern mit mindestens drei Stempeln werden weitere attraktive Preise verlost. 

Der DDV hat die folgende (noch vorläufig gestaltete) Homepage

www.deutscher-draisinen-verband.de

Der Warndt-Express wird Mitglied im DDV (i. G.).

*

Buchungen und aktueller Buchungsstand

Den aktuellen Buchungsstand finden Sie unter Fahrplan.

Sie können inzwischen selbst buchen (eine der gewünschten Draisinen im Fahrplan zur entsprechenden Startzeit - wenn 'grün' - anklicken), sollten ggf. aber  einen Vermittler (telefonisch) einschalten, der für Sie bucht. Mehr unter BUCHUNG.

*

Fahrplan Draisinenfahrten in der Saison 2011

Der Warndt-Express fährt vom 2. April - 16. Oktober 2010 an Samstagen, Sonn- und (saarländischen) Feiertagen. Alle max. drei Fahrzeuge fahren zu einem Fahrtermin (Fahrplan) in Kolonne.

*

Neu in 2011: Die Florentine als Fitness-Draisine

In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitszentrum Melanie Clanget (Großrosseln) wurde die (ergänzende) Möglichkeit geschaffen, die Florentine und ggf. zusätzlich die Easy Rail als sog. Fitness-Draisine zu mieten.
Neben den normalen Buchungen kann dabei bei der Etappenfahrt statt der 'Flachetappe' die 'Bergetappe' gebucht werden. Mehr unter Fitness -Draisine.

 

webdesign: www.farbdosis.de Umsetzung: rpb-online.de mit: cmsimple.dk